Jazzdance

Jazztanz

Was ist Jazztanz?

Es ist nicht einfach, den Begriff “Jazztanz” genau zu definieren

Es ist nicht einfach, den Begriff “Jazztanz” genau zu definieren. Denn obwohl diese Tanzform recht bekannt und weit verbreitet zu sein scheint, werden unter diesem Begriff unterschiedliche Stile zusammengefasst.

Fast jeder, der Jazztanz selbst betreibt oder ihn unterrichtet, hat einen andere Auffassung von ihm. Es ist eine Ausdrucksform unserer Zeit, die sich nicht durch feste Regeln eingrenzen lässt. Sie werden deutlich, wenn man sich mit den Ursprüngen und der Entstehungsgeschichte von Jazztanz und -musik auseinandersetzt.

Jazztanz hat sich parallel mit der Jazzmusik in Amerika entwickelt und geht auf afroamerikanische, folkloristische Tänze zurück. Dies begann mit der Sklavenverschleppung nach Nord- und Südamerika und vollzog sich weiter mit der Sklavenbefreiung und mit dem sich verändernden Status amerikanischer Schwarzer, mit der Evolution des Tanzes und der Entwicklung des Show Business in Amerika.

Die Bezeichnung Jazztanz ist fest verwurzelt in den afrikanischen Kulturen West- und Zentralafrikas, wo der Tanz in das tägliche Leben integriert und verbunden mit dem Werdegang des Menschen ist - mit Geburt, Pubertät, Heirat und Tod, sowie mit Götterverehrung, der Kriegs- und der Arbeitswelt.

Tanz hat unterschiedliche Funktionen im gesellschaftlichen Leben. Jazztanz ist also offen gegenüber allen neuen Einflüssen und verändert sich mit der Zeit und mit den Menschen, die ihn tanzen. Jazztanz steckt an. Er hat explosive und lyrische Bewegungen, abrupte Wechsel und kaum wahrnehmbare Veränderungen, unerwartete Schritte und Betonungen gegen einen festen Rhythmus, quirlige Bewegungen.

Man liegt plötzlich am Boden, steht wieder auf, springt, dreht und schüttelt sich, stoppt plötzlich mitten in der Bewegung, kurz - man tanzt mit allem, was einem zur Verfügung steht.

Tanzen ist vor allem eine Therapie für Seele, Geist und Körper.